Sonntag, 5. August 2018

Rezension zu "Hummeln fliegen auch bei Regen" von Andrea Kraft




Titel: Hummeln fliegen auch bei Regen 
Autorin: Andrea Kraft 
Verlag: Goldmann 
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2018
Preis: 10,00€ (TB); 8,99€ (eBook)
Seitenzahl: 416
Genre: Roman
Reihe: 1/1

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!


Klappentext:
Von der Depression zurück ins Leben.
Hannah ist 35 und weiß, wie es sich anfühlt den Halt zu verlieren. Hannah ist depressiv. Manchmal lähmt sie eine Panikattacke so sehr, dass sie es kaum schafft, die Entfernung vom Bett zum Bad zurückzulegen. Als Hannah ihr altes Tagebuch findet, dem sie einst Träume anvertraute, begreift sie, dass es an der Zeit ist, sie endlich in die Tat umzusetzen und ihren eigenen Weg zu finden. Aufrüttelnd ehrlich, nicht verharmlosend und dennoch optimistisch erzählt Andrea Kraft, die selbst an Depressionen litt, von Verzweiflung, Kopfschmerz-Tagen und Niedergeschlagenheit, aber auch von Momenten stillen Glücks und Zuversicht. Zugleich macht dieser Roman Betroffenen Hoffnung, einen lebensbejahenden Umgang mit dieser Krankheit zu finden.


Meine Meinung:
Als ich das Buch entdeckt habe, hat mich besonders der Titel sehr angesprochen. Ich empfinde das Thema Depression als sehr wichtig und beschäftige mich auch viel damit, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Leider war es nicht das, was ich erwartet habe.

Ich habe gedacht, dass man Hannah in der Zeit ihrer Selbstfindungsphase begleitet, aber viel mehr begleitet man sie auf dem Weg zu der Entscheidung, sich diese Zeit für sich selbst zu nehmen. Dadurch war die Geschichte auch sehr langatmig. Es gibt zwar einen roten Faden, der sich durch das Buch zieht, aber kaum Spannung, weshalb es mir sehr schwer gefallen ist, überhaupt weiter zu lesen. Der Anfang des Buches war noch ganz gut und es wirkte so, als würde Hannah endlich wieder Hoffnung finden, aber dann geht es wieder bergab und die Handlung plätschert nur so dahin.


Die Charaktere waren mir leider auch nicht wirklich sympathisch. Hannah ist sehr schwierig und ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Sie ist mir zu sehr abhängig von anderen Menschen und zu wenig selbstständig. Sie ist nicht in der Lage, sich alleine zu beschäftigen, was ich einfach nicht verstehen konnte. Diese Abhängigkeit von anderen hat mich irgendwann regelrecht wahnsinnig gemacht.. Hier haben genauere Erklärungen und Beschreibungen ihrer Gefühlslage und Gedanken gefehlt, wodurch man vielleicht mehr Verständnis und Mitgefühl hätte aufbringen können. 

Auch ihre Freundinnen mochte ich nicht. Sie waren nervig und die Dialoge zwischen den Frauen häufig recht albern und unglaubwürdig. Besonders den gemeinsamen Ausflug nach Hamburg fand ich schlimm und ins Lächerliche gezogen. 

Die einzigen, die ich leiden konnte, waren Lukas und Beate Sommer. Die sich entwickelnde Beziehung zu Lukas hat das Buch doch noch etwas interessant gemacht und Beate hat mit ihrem Humor und mit ihrer Weisheit für ein paar schöne Momente gesorgt. Einige Zitate von ihr habe ich mir auch raus geschrieben. 

Der Epilog war sehr schön und hätte man mehr über Hannahs Sabbatjahr und weniger über die Zeit davor erfahren, hätte mir das Buch bestimmt auch besser gefallen. So war es leider nichts für mich. 

Fazit:

"Hummeln fliegen auch bei Regen" hat mir leider nicht gut gefallen. Der Anfang war noch ganz gut, besonders die Zeit auf Mallorca. Aber sobald Hannah wieder nachhause kam, wurde die Geschichte immer langweiliger und Hannah nerviger. Ich finde es gut, dass sich das Buch mit Depressionen beschäftigt, für meinen Geschmack wurde es aber nicht so gut umgesetzt. Ich habe mehr erwartet.



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