Freitag, 20. April 2018

Rezension zu "Palace of Glass - Die Wächterin" von C.E. Bernard


„Ich habe ein Märchenschloss gefunden. Und in dem Märchenschloss wohnt sogar ein Prinz. Zu schade, dass er mich hinrichten lassen würde, wenn er wüsste, was ich bin.“

Inhalt:
Stellen Sie sich vor… 

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.


Cover:
Das Cover ist sehr hübsch und passend zur Geschichte. Besonders gut gefällt mir das rote Seidenband, was eine zentrale Rolle im Buch spielt und sich auch auf den anderen Covern der Trilogie wiederfindet. Das Buch schimmert sehr schön im Licht.

Meine Meinung:

Die Geschichte spielt in einem dystopischen London im Jahr 2054. Viele Häuser sind aus Glas, haben weiße Vorhänge und kein Türschloss mehr, damit niemand etwas verstecken kann und nichts verborgen bleibt. Nackte Haut zu zeigen ist verboten, Berührungen tabu und Handschuhe sowie ein Kummerbund sind Pflicht. Es gibt getrennte Gehspuren für Fußgänger, damit man sich nicht aus Versehen berühren kann. Theater und Romane sind verboten, denn damit könnte man Menschen emotional berühren. Und diese Regeln existieren, weil es "Magdalenas" gibt, die durch bloße Berührungen die Gedanken anderer lesen und manipulieren können. Magdalenas sind verboten und werden gejagt. Die Protagonistin Rea Emris ist eine. 
Das World-Building finde ich klasse. C.E. Bernard hat hier eine ganz tolle Welt geschaffen, die ein wenig an vergangene Zeiten erinnert, da die Menschen Massen an Stoffen tragen, damit kein Zentimeter Haut zu sehen ist.


"Keinerlei Berührung. So lautet das oberste Gebot, das uns von Kindesbeinen an eingebläut wird, die einzige Regel, die wirklich von Bedeutung ist. Trage stets deine Handschuhe. Ich werde diese Regel jetzt brechen"

Rea versucht ihre "Geist- und Hautgier" bei Straßenkämpfen zu befriedigen, denn dort gibt es keine Regeln. Sie ist eine sehr starke Frau, die mit ihrer Sucht nach menschlichem Kontakt zu kämpfen hat. Hierbei wurde das rote Seidenband zu einem großen Symbol. Was es damit genau auf sich hat, solltet ihr aber selbst herausfinden. Sie ist furchtlos und tut alles um ihre Liebsten zu beschützen. Rea ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Die Nebenfiguren sind auch sehr gut gelungen. Reas Bruder ist eine sehr liebevolle Figur. Der Prinz ist ein toller Mann, Blanc und Ninon waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Allerdings sind sie alle sehr schlecht durchschaubar gewesen, weshalb es viele Überraschungen und unerwartete Wendungen in der Geschichte gab.
Wohingegen es in anderen Punkten relativ vorhersehbar war (die Liebesgeschichte). 



"Kaum etwas zeugt mehr von Mut, als Gefühle für einen anderen Menschen zuzulassen."

Das Ganze ist wunderbar geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Es war durchweg spannend und man fiebert mit Rea Emris mit. Die Geschichte hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.
Das Buch endet mit einem spannenden und atemberaubenden Finale und lässt einen mit einem Cliffhänger zurück, der Lust auf mehr macht.


Fazit:

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Eine sehr originelle Geschichte mit Romantik, viel Spannung und tollen Charakteren. Das wird definitiv eines meiner Jahreshighlights!



Vielen Dank an das Bloggerportal und den Penhaligon Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.