Mittwoch, 24. Januar 2018

Rezension zu "Schimmert die Nacht" von Maggie Stiefvater

"»Isabel, wo willst du denn mit uns hin?« Eigentlich meinte ich diese Fahrt, aber irgendwie auch noch viel mehr. Sie wiederholte: »Keine Ahnung.«"

Inhalt:
Das Spin-Off zur Mercy Falls Trilogie! Diesmal geht es um Isabel und Cole. 
Cole St. Clair kehrt nach L.A. zurück, um seine Karriere wieder aufleben zu lassen. Eine Reality Show im Internet bietet ihm eine Show an und er nutzt diese Chance, um ein neues Album mit einer neuen Band aufzunehmen. Dabei verfolgt er die ganze Zeit nur ein Ziel: Isabel Culpeper zurückgewinnen. 
Nach der Trennung von Cole in Minnesota hat Isabel ein neues Leben in Los Angeles angefangen und ist über den Ex-Rockstar hinweggekommen. Doch dann taucht er plötzlich wieder in ihrem Leben auf und ihre Gefühle geraten durcheinander... Einerseits fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen, andererseits hat sie Angst vor Coles Vergangenheit und versucht daher, ihre Gefühle für ihn zu unterdrücken. 



Cover:
Ich liebe alle Cover der Reihe! Dieses überzeigt besonders durch die Lila- und Rosatöne und durch die Details, die auf das Leben in Los Angeles hindeuten. Der kleine Wolf darf natürlich auch nicht fehlen.

Meine Meinung:

Ich mochte Isabel und Cole in der Trilogie schon richtig gerne und war sehr enttäuscht, dass die beiden kein Happy End bekommen haben. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass sie in diesem Buch noch einmal eine Chance für ihre Liebe bekommen.
Das Thema Werwolf spielt in diesem Teil nur noch eine kleine Rolle. Auch Sam und Grace werden nur beiläufig mal erwähnt. Im Vordergrund stehen Isabel und Cole, ihre Beziehung und die Karriere der beiden.

"Es war, als würde die ganze Welt um mich herum zerknüllt wie ein Stück Papier. Und selbst wenn ich einen Weg fand, sie wieder glatt zu streichen - die Falten würden immer zu sehen sein."

"Alles woran ich mich erinnern konnte, war, wie die einzige Person, mit der ich zusammen sein wollte, sagte, sie glaube nicht an Happy Ends." 

Die Beziehung von Cole und Isabel ich nach wie vor kompliziert. Isabel hat zwar Gefühle für Cole, traut sich aber nicht so ganz, sie auch zuzulassen. Daran hindert sie einmal die dunkle Vergangenheit von Cole und auch sie selbst. Denn Isabel gilt als Eisprinzessin und lässt kaum jemanden an sich heran. Man findet jedoch schnell heraus, dass viel mehr hinter ihrer Fassade steckt, als sie zu zeigen wagt..


"»Ich mag keine Rätsel«, entgegnete ich. »Weil du selbst eins bist, sagte Cole, und du magst nichts, das ist wie du. Aber das ist okay. Ich mag auch keine anderen Ichs.«"

Cole versucht hartnäckig sie davon zu überzeugen, dass er sich geändert hat. Er ist clean und trocken und bereit ein neues Leben anzufangen. Doch Isabel traut ihm nicht so ganz und dadurch ist die Beziehung ein einziges Hin und Her. Sie können nicht mit- aber auch nicht ohneinander. Ihre Beziehung ist leidenschaftlich, explosiv und auch dramatisch. Beide müssen erst einmal Hindernisse und Probleme überwinden, bevor sie endgültig zueinander finden können.
Und das ist insgesamt fantastisch gelungen! Zu den beiden Charakteren passt keine harmonische und romantische Beziehung, wie es bei Sam und Grace der Fall war.

"Ich spürte gerade noch, wie seine Finger nach meiner Hand griffen und mich zu sich zogen, dann standen wir auf der anderen Seite des Mausoleums und küssten uns. Es ging so schnell und ich hatte mich so sehr danach gesehnt, dass ich unmöglich hätte sagen können, ob er die Initiative ergriffen hatte oder ich."

Das Auf und Ab war sehr spannend zu verfolgen und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, wann die beiden endlich zusammenkommen. Dabei war nicht absehbar, ob dies überhaupt passiert. Ich konnte immer wieder über Coles Sarakasmus und Isabels Bissigkeit lachen. Zudem habe ich es geliebt, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten und dabei zu beobachten, wie sie mit den Schikanen von Coles Produzentin umgehen, die auf einen Skandal hofft. Das i-Tüpfelchen waren die großartigen Nebencharaktere: Sofia, Leon, Jeremy, die das Buch zu einem perfekten Leseerlebnis gemacht haben.

"»Manchmal kommst du auf so komische Ideen, wie zum Beispiel vierzigmal am Tag anzurufen oder mir obszöne Nachrichten auf der Mailbox zu hinterlassen, und dann gehe ich nicht ran.« »So ein Quatsch. Das klingt ja wohl überhaupt nicht nach mir. Ich würde nie eine gerade Anzahl von Malen anrufen.«"

Fazit:
Maggie Stiefvater hat es geschafft, das Spin-Off ausreichend von der Trilogie abzugrenzen und erzählt eine wunderbare, emotionale und leidenschaftliche Liebesgeschichte. Es war sehr schön, Isabel und Cole wieder zu treffen und ihre Geschichte zu lesen. Ich habe viel gelacht und mitgefiebert.
Ich liebe die Charaktere und ich liebe das Buch!



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