Donnerstag, 1. Februar 2018

Rezension zu "Zehn Wünsche bis zum Horizont" von Emma Heatherington

"Das hier ist nicht nur irgendeine alte Liste von Träumen und Zielen. Es ist auch eine Geschichte, und sie führt mich direkt in das Herz des Mädchens, das mir einmal das Leben gerettet hat. Vielleicht wird sie es mir ein zweites Mal retten."


Inhalt:
Maggie fällt nach dem Betrug ihres Ehemannes in ein Loch, aus dem sie alleine nicht mehr herauskommt. Ihr Arbeitgeber stellt sie eine zeitlang frei und sie beschließt, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Sie erhält eine Liste mit Lucys Träumen, dessen Herz in Maggies Brust schlägt. Damals hat Lucy ihr mit dem Spenderherz das Leben gerettet. Maggie macht sich auf die Reise, Lucys Träume zu erfüllen und findet dabei mehr zu sich selbst.

Klappentext:Zur größten Brücke der Welt reisen, sich ein Tattoo stechen lassen, die Flügel ausbreiten und losfliegen …
Eine Schachtel voller Träume hält Maggie in den Händen. Doch es sind nicht ihre eigenen. Sie gehören Lucy, dem Mädchen, dessen Herz in Maggies Brust schlägt. Als Trägerin eines Spenderherzens weiß sie, dass Zeit ihr kostbarstes Gut ist. Und so macht sie sich daran, Lucys Träume zu erfüllen. Womit sie nicht gerechnet hat: Lucy macht ihr ein weiteres Geschenk: den Mut, jeden Tag wie den letzten zu leben. (Quelle: Verlag)


Cover:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es sieht nach Lebensfreude aus und einer spannenden Reise durch die Welt.

Meine Meinung:
Warum ich diesmal sowohl eine selbstgeschriebene Inhaltsangabe als auch die offizielle von dem Verlag poste, erfahrt ihr im Laufe der Rezension..

Zunächst zum Schreibstil: Dieser hat mir ganz gut gefallen. Es ist locker und angenehm geschrieben und Maggie hat viel Humor. 
Die Tagebucheinträge von Lucy haben mir sehr gut gefallen. Ihre kindliche Naivität war sehr erfrischend. Auch die Briefe von Maggie an Simon und Lucy fand ich sehr schön.

Der Anfang hat sich leider etwas gezogen. Maggie ist zutiefst verletzt und versteht die Welt nicht mehr, denn ihr Ehemann hat sie für eine andere verlassen. Sie versucht ihren Kummer mithilfe von Alkohol zu ertränken und sudelt sich in Selbstmitleid. Das hat mich genervt und war für mich nur schwer nachzuvollziehen. Natürlich hat jeder Tiefpunkte und negative Phasen, aber bei ihr habe ich es in der Intensität einfach nicht nachvollziehen können. Der Typ hat sie von vorn bis hinten verarscht und sie trauert ihm trotzdem so lange hinterher und möchte ihn zurückhaben. Und zusätzlich gefährdet sie auch noch ihre Gesundheit mit ihrem Alkoholkonsum..
Leider hat sie nicht nur am Anfang getrauert, sondern das ganze Buch lang. Maggie hat mir einfach nicht gefallen als Charakter. Sie ist sehr unreif für ihr Alter, nachtragend und trotzig. Gerade von einem Menschen, der einmal fast gestorben wäre und ein Spenderherz in sich trägt, hätte ich ein anderes Verhalten erwartet. Sie entwickelt sich zwar, das hat mir persönlich aber zu lange gedauert, da sie auch später immer wieder Rückschritte macht und in alte Muster zurückfällt. Ich habe nicht nur einmal die Augen über sie verdreht und manchmal musste ich das Buch für eine Weile erstmal weglegen, bevor ich weiterlesen wollte.
Die Nebencharaktere fand ich hingegen ganz gut. Ihre beste Freundin hat ihr häufiger mal den Kopf gewaschen und Simon ist auch ein sehr herzlicher Charakter.

Der Klappentext hat so viel versprochen. Ich finde das Thema Organspende sehr interessant und auch wichtig und die Idee mit Lucys Träumen finde ich auch sehr schön. Allerdings ist die Organspende eher ein Nebenthema und mit der Erfüllung von Lucys Träumen geht es erst viel zu spät los. Das Buch handelt mehr von der Selbstfindungszeit einer von ihrem Mann verlassenen Frau, die ein Spenderherz trägt und eine Menge Selbstzweifel und Probleme mit sich trägt.

Die letzten 100 Seiten haben mir aber noch gut gefallen. Sie hat ihre letzte Reise nach Frankreich angetreten und sie war endlich endlich nicht mehr so nervig. Sie hat ihr Leben genossen und Sachen getan, die nur ihr gut tun. Ihre Einstellung war schön und das Ende berührend. Allerdings ändert das leider nicht viel an meiner Meinung über das restliche Buch.

Fazit:
Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Ich hatte viele Erwartungen, die leider alle nicht erfüllt wurden. Lediglich die letzten 100 Seiten haben mir gefallen. Wer aber auf solche Selbstfindungs Themen steht, dem könnte das Buch gefallen. Nur leider war es nichts für mich. 



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